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Kinderpsychologie

Unselbststaendigkeit bei Kindergärtnern — und wie Geschichten helfen können

Immer mehr Kinder kommen unvorbereitet in den Kindergarten. Eine neue Studie zeigt: Die Selbststaendigkeit sinkt — doch es gibt Wege, dem entgegenzuwirken.

Buchkraft Team
21. April 2026
6 Min. Lesezeit

Unselbststaendigkeit bei Kindergärtnern — und wie Geschichten helfen können

Immer mehr Kinder kommen unvorbereitet in den Kindergarten. Eine neue Studie zeigt: Die Selbstständigkeit sinkt – doch es gibt Wege, dem entgegenzuwirken.


Was steckt hinter den Schlagzeilen?

Am 21. April 2026 titelte 20 Minuten: «Unselbstständigkeit: Immer mehr Kindergärtler machen in die Hosen». Der Artikel von Selina Keller berichtet von einer englischen Studie, die auch in Schweizer Kindergärten für Diskussionen sorgt. Viele Kinder seien nicht bereit für die Schule – manche könnten nicht selbstständig auf die Toilette gehen, andere hätten noch nie einen Stift in der Hand gehalten.

Die Zahlen sind alarmierend, doch sie sind auch ein Weckruf. Denn hinter der Unselbstständigkeit steckt oft nicht mangelnde Fähigkeit, sondern fehlende Gelegenheit zum Üben – und genau da setzt Buchkraft an.


Die Zahlen sprechen eine klare Sprache

Die Kindred Squared School Readiness Survey 2026 (geführt von Tom Clark) befragte über 1000 Lehrkräfte und 1000 Eltern in England und Wales. Die Ergebnisse sind ernüchternd:

  • 37% der Kinder sind nicht schulbereit
  • 26% können nicht selbstständig auf die Toilette gehen
  • 28% können nicht selbst essen oder trinken
  • Schulpersonal verbringt durchschnittlich 1,4 Stunden täglich mit Wickeln
  • 2,4 Stunden Unterrichtszeit gehen pro Tag verloren
  • Mehr als 51% der Befragten sehen einen Zusammenhang mit der Bildschirmzeit

(Quelle: Kindred Squared School Readiness Survey 2026)

Auch in der Schweiz zeigt sich ein ähnliches Bild. Wie 20 Minuten berichtet, sind Kindergärtnerinnen mit neuen Herausforderungen konfrontiert: Kinder, die sich nicht selbst anziehen können, die noch nie einen öffentlichen Spielplatz besucht haben, oder die emotional zurückliegen – trotz guter Englischkenntnisse durch TikTok.

(Quelle: 20 Minuten, 21. April 2026)


Warum werden Kinder unselbstständiger?

Die Gründe sind vielfältig, aber einige Muster wiederholen sich:

1. Helikopter-Eltern und Mami-Taxis
Immer mehr Eltern begleiten ihre Kinder stärker und trauen ihnen weniger zu. Rund 90 Prozent der Kinder können ihr eigenes Znüni-Weggli nicht selbst streichen – weil es sonst jemand für sie tut.

2. Bildschirmzeit statt Spielzeit
Kinder verbringen mehr Zeit mit Bildschirmen als mit selbstständigem Spiel. Das fördert zwar manche kognitiven Fähigkeiten, aber die emotionale und soziale Entwicklung bleibt oft auf der Strecke.

3. Fehlende Alltagserfahrungen
Viele Kinder wachsen ohne klassische Spielsachen auf, dafür mit Handys. Sie kennen Bücher nicht, haben selten die Möglichkeit, Dinge auszuprobieren und Fehler zu machen.

4. Überforderung im Kindergarten
Kindergärtnerinnen berichten, dass sie allein nicht mehr allen gerecht werden können. Eine Person für 20 Kinder – das reicht nicht, wenn einige noch nicht trocken sind oder sich nicht von ihren Eltern trennen können.


Was Kinder wirklich brauchen: Selbstwirksamkeit erleben

Unselbstständigkeit ist kein Schicksal. Kinder sind von Natur aus neugierig und wollen die Welt entdecken. Was sie brauchen, sind Gelegenheiten, sich als kompetent zu erleben. Das beginnt mit kleinen Alltagsaufgaben – und es beginnt mit Geschichten.

Denn wenn ein Kind in einer Geschichte liest, wie eine Figur ein Problem löst, dann erlebt es diese Kompetenz mit. Es identifiziert sich mit der Figur und lernt: «Das kann ich auch.»


Wie Buchkraft-Geschichten Selbstständigkeit stärken

Bei Buchkraft glauben wir an die Kraft personalisierter Geschichten. Unser Konzept basiert auf drei Säulen:

1. Das Kind ist der Held seiner eigenen Geschichte

In unseren Büchern ist das Kind nicht Zuschauer, sondern Hauptfigur. Es erlebt Abenteuer, trifft Entscheidungen und löst Probleme – genau die Fähigkeiten, die es im Alltag braucht.

2. Bibliotherapie: Lernen durch Identifikation

Forschung zeigt, dass Kinder durch das Identifizieren mit Buchfiguren soziale und emotionale Fähigkeiten entwickeln. Wenn sie lesen, wie ihre Figur selbstständig wird, verinnerlichen sie dieses Verhalten.

3. Gemeinsames Lesen als Brücke

Unsere Bücher laden Eltern und Kinder zum gemeinsamen Lesen ein. Dabei entstehen Gespräche über Ängste, Herausforderungen und Erfolge – genau die Themen, die Kinder in der Selbstständigkeit weiterbringen.


Konkrete Tipps für Eltern

Möchtest du dein Kind stärker fördern? Hier sind einfache Schritte:

  • Lass dein Kind altersgerechte Aufgaben selbst machen — auch wenn es länger dauert
  • Begrenze die Bildschirmzeit und biete stattdessen Bücher und Spielzeug an
  • Erzähle Geschichten, in denen dein Kind der Held ist
  • Lest gemeinsam und sprecht über die Handlung
  • Fördere Alltagskompetenzen: Anziehen, Essen, Toilette — Schritt für Schritt

Fazit: Geschichten als Schlüssel zur Selbstständigkeit

Die Zahlen der Kindred Squared Studie und die Berichte aus Schweizer Kindergärten zeigen: Die Selbstständigkeit bei Kindern nimmt ab. Doch das ist kein Grund zur Panik – sondern ein Grund zum Handeln.

Personalisierte Geschichten wie die von Buchkraft können einen wichtigen Beitrag leisten. Sie zeigen Kindern, dass sie fähig und kompetent sind. Sie stärken das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Und sie machen Lust darauf, die Welt zu erobern – Schritt für Schritt.

Möchtest du dein Kind mit einer personalisierten Geschichte unterstützen?
Entdecke die Bücher von Buchkraft, in denen dein Kind der Held ist: buchkraft.danunique.com


Quellen:

Quellen

Alle Quellenangaben finden sich im Artikel verlinkt.

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